Praxis-Magazin und Randgruppen-Blog über Klassismus, Frauen- und Behindertenfeindlichkeit, Armut und Ausbeutung.

Hier wird vor allen Dingen über reale Ereignisse und Zusammenhänge berichtet. Denn oft klaffen Theorie und Praxis auseinander. Die Bundesrepublik Deutschland sei ein demokratischer und sozialer Staat heißt es. Persönliche Erfahrungen zeigen ein anderes Bild- steigende Armut,  Ausbeutung am unteren Ende und wenig Teilhabe. Eine Studie stellte fest, dass die Politik eine negative Haltung gegenüber den Belangen Armer hat (Armin Schäfer u. A., „Dem Deutschen Volke? Die ungleiche Responsivität des Bundestages, 2017, https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs41358-017-0097-9.pdf). Um solche Beispiele geht es hier. Und auch darum, was dagegen, in dem begrenzten Rahmen, den ein Individuum hat, getan werden kann.

Oder es bleibt bei der Theorie ohne Umsetzung in die Praxis. Wir wissen, dass wir sozial und ökologisch handeln sollen. Wissen aber nicht wie oder können es aus finanziellen Gründen nicht leisten. Es geht auch um Ideen zur Veränderung.

Wer (noch) nicht betroffen ist, bekommt die vielen Gesetzesänderungen,  die das soziale Netz immer löcheriger machen, etwa im Zusammenspiel von Gesundheits“reformen“, Sozial“reformen“ auch gar nicht mit. Die Sachlagen sind überdies komplex.

Hier geht es gegen Macht und um Gegenmacht. Gerne wird die vielfältige Gesellschaft beschworen, in den entscheidenden Gremien allerdings herrscht keine Vielfalt, sondern vielmehr Machtkonzentration. Ab einer bestimmten Machkonzentration ist zu bezweifeln, ob demokratische Prozesse überhaupt noch stattfinden.